Geometriemessung

Alle im TG - Analysen beruhen auf Abstandsmessungen. Diese erfolgen mittels kapazitiver Messsensoren oder Laser-Messsensoren. Das RFP-5 Positionier-System positioniert die Sensoren am Reifen. Ein Prüfplan legt je Reifentyp die optimale Messspuren fest. Mit 3 Sensoren sind bis zu 3 Spuren simultan messbar. Insgesamt werden bis zu 9 Messspuren verwaltet. Während einer Reifendrehung werden bis zu 2048 Messwerte je Spur aufgenommen.

Messprinzip der kapazitiven Messsensoren

Es bildet sich zwischen kapazitivem Messsensor und Reifenoberfläche ein elektrisches Feld aus, das in seiner Intensität messbar ist. Es ist abhängig vom Abstand zwischen Sensorfläche und Reifen. Die Messfläche des Sensors ist speziell für die Messungen an Reifen optimiert. Sie hat eine integrierende Wirkung. Das bedeutet, dass alle Unebenheiten des Reifens, die sich direkt unter der Messfläche befinden, mit ihren Volumenanteilen in die Messung eingehen. Eine Beule trägt großflächig zu einer Distanzverringerung unter der Messfläche bei. Hingegen wirkt das kleine Gummivolumen eines Schriftzuges nur geringfügig. Denn dessen Volumen, auf die Messfläche verteilt (= über der Fläche integriert), ergibt nur einen geringen Beitrag zur Abstandsminderung. Das erklärt, warum diese kapazitiven Distanzsensoren auch Beulen unter Schriftzügen erkennen können. Eine spezielle Messspur ist an Reifen also nicht erforderlich. Die Grenze ist allerdings dort erreicht, wo großflächige Schriften Verwendung finden.

Messprinzip der Laser-Messsensoren

Die Laser Lichtquelle erzeugt auf dem Messobjekt einen Lichtfleck. Dieser wird unter einem definierten Winkel auf einen optoelektronischen Detektor projiziert. Mit dem Messabstand zwischen Lichtquelle und Messobjekt ändert sich die Lage des projizierten Lichtflecks auf dem Detektor. Eine elektronische Auswertung dieser Lageänderung erzeugt die Abstandsinformation (Triangulations-Verfahren). Die Messung am Reifen erfordert die Verwendung einer Messspur, die frei ist von Schriftzeichen, Austrieben und sonstigen Konturen.

Lichtschnittsensor

Ein Lichtschnittsensor besteht aus einem Laser und einem Kamerasystem.
Der Laser projiziert einen Strich auf das Messobjekt. Die Kamera erfasst unter Anwendung des Triangulationsverfahrens die Verformung des Striches. Damit lässt sich ein Höhenprofil erfassen und auswerten.

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